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Entdeckungen

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Grimoire

Zufalls-Traumdeutung

Anlässlich eines Artikels über den älteren Herrn, der gestern am späten Nachmittag auf dem Wiener Zentralfriedhof beinahe von einer abstürzenden Drohne erschlagen worden wäre, ging mir ein Licht auf. Und zwar bezüglich meiner wiederkehrenden Träume von abstürzenden Flugzeugen. Mal stürze ich mit ab, mal stürzt mir eines auf den Kopf, mal beobachte ich Abstürze in unmittelbarer Nähe. Mal ist Krieg, mal ist gar nichts. Große Flugzeuge, kleine Flugzeuge, zuletzt ein Raumschiff. Da hätte der Groschen schon fallen müssen, wie mir jetzt auffällt.

Vielleicht irre ich mich auch. Aber fürs erste sind meine Sorgen, dass in meinen Tod ein Flugzeug verwickelt sein wird, etwas beruhigt.

Als ich nämlich darüber nachsinnierte, wie man wohl angesichts der wachsenden Anzahl Drohnen dem Risiko aus dem Weg gehen könnte, von einem solchen Fluggerät getroffen zu werden, dachte ich an das Geräusch, das die Anwesenheit der meisten handelsüblichen Drohnen verrät. Das Bienenscharm-Summen. Obacht, wenn es über dir summt. Und in dem Moment durchzuckte mich eine vergessene Kindheitserinnerung. Als ich das erste Mal bewusste Angst vor dem Tod verspürte. Das erste reale Szenario eines gewaltsamen Todes. Schuld daran war der ältere Nachbarsjunge, der mir von Skylab erzählte. “Wenn es über dir pfeift, bist du schon tot.” Genau das waren seine Worte. Und die verfolgten mich tagelang, bis Skylabs Debris endlich auftraf. Ironischerweise ziemlich genau auf der anderen Seite des Erdballs, so weit weg von mir, wie überhaupt möglich. Dabei war ich so überzeugt davon, dass Skylab auf ein kleines Kaff am Niederrhein stürzen würde. Ich war damals schon ein Pessimist. Wie furchtbar.

 

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