Fiction

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Entdeckungen

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Grimoire

Tee

Tee hat mich wieder.

Ich bin in einer Teetrinkerfamilie aufgewachsen und unter anderem deshalb noch während meiner Schulzeit als Verkäuferin in einem Teeladen gelandet. Fast zehn Jahre habe ich dort gejobbt (woran man ablesen kann, dass ich einer dieser gaaanz laaangsamen Studenten eines geisteswissenschaftlichen Faches war – das Studium fand ich doof und meinen Job toll). Aber wie so oft, wenn etwas über lange Zeit allzu präsent ist, wird man es irgendwann leid. Und ich mochte auch immer schon Kaffee. Tee wurde zu einem Getränk seltener Gelegenheiten, und zuhause hatte ich fast nie mehr welchen, mal abgesehen von den klassischen “Hausapotheken-Tees” in billigen Beuteln.

Aber vor ein paar Wochen wollte ich (mal wieder) meinen Zuckerkonsum herunterfahren und verbannte ihn aus meinem Kaffee. Ungefähr zeitgleich fiel ich auf ein Sonderangebot einer neuen Kaffeesorte herein. Das führte dazu, dass mir mein heißgeliebter Kaffee nicht mehr schmeckte, was ich als deutliche Einschränkung meiner Lebensqualität empfand. Die Tage fingen scheiße an, und die Pausen wurden bitter mit fiesem Nachgeschmack. Das konnte kein Dauerzustand werden. Abgesehen von morgens (da kann ich auf Kaffee einfach nicht verzichten) schwenkte ich um auf Tee. Und ach, war das schön! Grün, schwarz, Kräuter – allein schon die Abwechslung hatte etwas für sich.

Jetzt trinke ich also morgens wieder gezuckerten Kaffee und halte mich ansonsten hauptsächlich an Tee. Wie in den guten, alten Zeiten. Es ist mir ein Rätsel, warum ich so lange darauf verzichtet habe. Es passt auch so gut zur Jahreszeit und weckt schöne Erinnerungen an sorglose Kindertage. Ich glaube, am Wochenende backe ich Shortbread fingers. Und rufe meine Eltern an.

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